Domschola – Choralschola der Freisinger Dommusik

Domschola

  

Die Domschola ist eine mit Männerstimmen besetzte Gesangsgruppe. Ihr Schwerpunkt liegt in der Interpretation des Gregorianischen Chorals.

Dieser einstimmige Gesang, die älteste überlieferte Musik des Abendlandes, ist nach Papst Gregor I. († 604 nach Christus) benannt. Ursprünglich wurden die Gesänge nur mündlich tradiert. Damit sie nicht in Vergessenheit gerieten, schrieb man zunächst die Texte auf, ab dem 9. Jahrhundert wurden die Texte zusätzlich mit Dirigierzeichen versehen, den so genannten Neumen („Wink“). Diese frühe Notation, die in St. Gallen und in Metz ihre bedeutendste überlieferte Ausprägung erhielt, war adiastematisch, das heißt, sie zeigte keine durchgängigen Tonhöhenverhältnisse an. Ihr Anliegen war, neben Erinnerungshilfen für den Melodieverlauf, vor allem den Ausdruck des gesungenen Textes sicherzustellen.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Domschola besteht darin, diese kunstvollen Gesänge möglichst authentisch vorzutragen. Dabei vergleichen wir die alte adiastematische Notation mit der jüngeren Quadratnotation, die zwar die genauen Tonhöhen wiedergeben kann, andererseits aber den ursprünglichen Ausdruck nicht erfasst. Die Gregorianischen Melodien leben aber von ihrer vom Wort bestimmten freien Rhythmik und Dynamik und erreichen nur so ihre überzeugende theologische Aussagekraft.

Die Domschola pflegt auch den deutschen liturgischen Gesang, ebenso mehrstimmige liturgische Vertonungen aus allen Epochen.

Domschola

Sie tritt etwa 6 Mal jährlich auf und probt vor den Gottesdiensten, außerdem in Proben- und Stimmbildungstagen. Die meisten Sänger der Schola singen auch im Domchor mit, es ist aber auch möglich, sich nur in der Schola zu engagieren. Die Teilnahme setzt stimmliche und chorische Erfahrung voraus.

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